
- So kommt die Sonne durch - Jasmin Schäfer
Wer kennt nicht die morgendliche Frage nach einem wetterfesten Outfit für kalt-nasse Wintertage? Es gibt teure Outdoor-Kleidung aus verschiedenen, hochwertigen Materialien, die nicht nur robust, sondern auch wind- und wasserabweisend ist. Der Durchschnittsgeldbeutel kann sich jedoch nur im Schluss- und Ausverkauf die entsprechenden Marken leisten. Der Zwiebellook, ein Mehrschichtenprinzip, kann helfen. Er ist nicht nur ein als solcher gern postulierter Modetrend, sondern eine wertvolle Alternative, wenn der Inhalt des Portemonnaies für teure Outdoor-Markenkleidung nicht ausreicht. Um sich sinnvoll gegen die Kälte des Winters zu schützen, sollte man einige Grundregeln bei der Kleiderwahl und -zusammenstellung beachten.
Der Zwiebellook: Wie man Kleidung schichten sollte, um für den Winter gewappnet zu sein
1. Als Unterwäsche eignet sich solche aus Wolle, Seide oder Kunstfaser. Baumwollunterwäsche nimmt zu viel Feuchtigkeit beziehungsweise Schweiß auf und kühlt daher den Körper ab.
2. Für die zweite Schicht eignet sich Kleidung aus Mischgewebe, da dieses imstande ist, Feuchtigkeit beziehungsweise Schweiß zu speichern. Die hierfür ausgewählten Kleidungsstücke sollten nicht allzu eng anliegend sein. Hervorragend eignen sich Rollkragenoberteile mit langen Ärmeln, da diese nicht nur den Hals, sondern auch die Handgelenke schützen. Hosen sollten möglichst hoch geschnitten und lang sein, damit die Nieren und die Knöchel warm gehalten werden. Die Basis für das Speichern der körpereigenen Wärme ist damit geschaffen.
3. Darüber sollte man ein Hemd, einen Pullover oder eine Jacke mit Reißverschluss tragen. Hosen gibt es teilweise mit Nierenschutz (für Frauen eignen sich hervorragend Schwangerschaftshosen). Sinnvoll ist es, keine Jeans zu tragen, da diese sich schnell mit Wasser voll saugt. Die Hosen sollten nicht eng sitzen, damit die Haut atmen und Wärme in den zwischen den Kleidungsstücken und der Haut liegenden Freiräumen gespeichert werden kann.
4. Bei der letzten Kleidungsschicht kommt es vor allem auf die wind- und wasserabweisende Funktion an. Regenjacke und Regenhose erfüllen ihren Zweck in dieser Kombination auf ideale Weise.
Das richtige Schuhwerk und Accessoires: Mütze, Handschuhe und Schal dürfen nicht fehlen
5. Winterschuhe sollten nicht nur die Füße warm halten, sondern auch bei Regen und Schnee das kühle Nass abweisen. Für gutes Schuhwerk zahlt man leider viel Geld. Mit Wollsocken kann man der Kälte dennoch trotzen, auch wenn Schuhe oder Stiefel nicht die optimalen Wintervoraussetzungen bieten.
6. Auch auf Accessoires wie Mütze, Schal und Handschuhe darf natürlich nicht verzichtet werden. Um optimale Wärmespeicherung zu gewährleisten, einfach eine handelsübliche Kopfbedeckung aus Baumwolle oder Wolle mit einem Halstuch kombinieren und ein paar Fäustlinge dazu anziehen.
Wenn Sie sich an die wenigen Grundregeln bei der Kleiderwahl halten, sind Sie bestens für die kommende Jahreszeit gewappnet. Einem langen Spaziergang steht am Heiligen Abend also nichts mehr im Wege!
Literatur: Hugh McManners, Survival Handbuch. Überleben in der Wildnis, 2008.
Weiterführender Link: Alpenverein
